Hypnosetherapie


Hypnosetherapie (oft auch Hypnotherapie oder klinische Hypnose genannt) ist eine sehr alte Therapieform, welche man sich bereits vor Christi Geburt zu Nutze machte. Bereits vor Sigmund Freud bedienten sich viele namenhafte Therapeuten der Kraft dieser Therapiemethode und trugen so – mehr oder minder – zum Ansehen der Hypnose bei. Heute kann die in einer Hypnosetherapie erlernte Selbsthypnose eine wirksame Methode zur Stressreduktion oder Entspannung, zur Linderung von Schmerzen oder auch als Hilfe bei Ein- und Durchschlafproblemen bieten.

Hypnose


Der Begriff Hypnose ist von dem griechischen Wort “hypnos” abgeleitet, was “Schlaf” bedeutet.

Dieser Begriff wurde geprägt, da man davon ausging, dass es sich hier um einen schlafähnlichen Zustand handelt, was heute noch zu Irrtümern führt (siehe FAQ).

Hypnose bezeichnet einen tief entspannten, veränderten Bewusstseinszustand mit Ausblenden temporär unwichtiger und Fokussierung auf bestimmte Aufmerksamkeitsinhalte. Den hypnotischen Zustand bezeichnet man unter anderem als Trance, der Weg dorthin wird als Induktion bezeichnet. Veränderte Bewusstseinszustände macht man sich heute unter anderem in der Meditation oder beim Yoga zu nutze.

Der Hypnotisierende wird hierbei als Hypnotiseur und die in Trance befindliche Person als Hypnotisand bezeichnet. Nach Trancetiefe kann man hier leichte, mittlere bis hin zur Tiefenhypnose unterscheiden.

Hypnose – ein Alltagsphänomen

Oft wird Hypnose etwas Magisches oder Manipulatives nachgesagt oder sie wird gar in eine esoterische Ecke gesteckt. Dabei ist vielen nicht bekannt, dass die Trance – der Zustand während einer Hypnose – ein Alltagsphänomen ist. Vielleicht kennen Sie das auch, dass Sie wie automatisch Ihren Heimweg gehen/laufen/fahren und sich wundern, wenn Sie das Ziel erreichen, da Sie einige Streckenabschnitte dazwischen gar nicht bewusst wahrgenommen haben. Oder Sie sitzen in der Bahn und lassen die „Gedanken schweifen“ und vergessen so die Zeit. Und wohl kaum jemand würde die Träumerei während des Fahrens als esoterisch, magisch oder manipulativ bezeichnen.

Die wenigsten Menschen machen sich so viele Gedanken bei einer bevorstehenden OP, bei welcher Sie in der Regel während einer Vollnarkose dem Chirurgen „ausgeliefert“ sind und keine Chance haben willentlich einzugreifen (was natürlich notwendig ist, damit der Chirurg seine Arbeit tun kann). Im Gegensatz zu einer Operation unter Narkose haben Sie bei einer Hypnosesitzung stehts die Möglichkeit die Hypnose willentlich zu beenden oder zu beeinflussen.

Unterschied zur Showhypnose


Im Gegensatz zur Showhypnose, welche sich die hypnotischen Elemente in teilweise bloßstellender Art und Weise zu Nutze macht, zielt die medizinische Hypnosebehandlung oder auch Heilhypnose darauf ab, Menschen zu helfen ihre eigenen Fähigkeiten und Ressourcen zu stärken und damit zu neuer Lebensqualität und Unabhängigkeit zu erreichen.

90%

Etwa 90% unserer Handlungen werden von unserem Unterbewusstsein gesteuert, so auch die unerwünschten Handlungs- und Denkweisen.

Wirksamkeit empirisch nachgewiesen

Daher ist eine Hypnosetherapie bei psychischen Problemen und Fragestellungen durchaus eine sinnvolle Methode, da hier das Unterbewusstsein leichter zugänglich ist.

Die Amercian Medical Association – die größte Standesvertretung von Ärzten und Medizinstudenten in den USA – erkannte nach einer mehrjährigen Wirksamkeitsstudie Hypnose bereits 1958 als wirksame Methode an, die British Medical Association erkannte die Wirksamkeit bereits drei Jahre früher an und empfahl Ärzten und Medizinstudenten eine Grundausbildung in diesem Bereich.

Indien wies im Jahr 2003 Hypnosetherapie als empfohlene Therapiemethode aus (Bekanntgabe no.R.14015/25/96-U&H).

In Östereich bildet die Hypnosepsychotherapie eine eigene tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapiemethode.

Seit 2006 ist auch in Deutschland die Hypnosetherapie durch den „Wissenschaftlichen Beirat für Psychotherapie nach §11 PsychThG“ als wirksame und wissenschaftlich evidenzbasierte psychotherapeutische Methode anerkannt.

Auch wenn Hypnose eine durchaus wirksame Therapiemethode darstellt, deren Wirksamkeit bereits in vielen Studien empirisch nachgewiesen wurde, wird eine Hypnosetherapie bisher in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Es handelt sich daher um eine Privatleistung. Bei privat Versicherten ist es abhängig vom Vertrag, ob diese Art der Behandlung (Heilpraktikerleistung im Bereich Psychotherapie) übernommen wird. Sollten Sie sich hier nicht sicher sein, klären Sie dies bitte vorab mit Ihrer Krankenkasse.

In meiner Privatpraxis in Hamburg berate ich Menschen mit psychologischen Erkrankungen und Anliegen wie Lebenskrisen oder Ängsten und Phobien und unterstütze Patienten beim Abnehmen oder mittels Raucherentwöhnung dabei, endlich Nichtraucher zu werden und ein rauchfreies Leben zu führen. In der Regel handelt es sich hierbei um Einzelsitzungen (bei Kindern ist oft die Anwesenheit eines Erwachsenen von Vorteil).

Meine Hypnoseausbildung habe ich beim Institut für klinische Hypnose in Magdeburg absolviert und bin nach NGH (National Guild of Hypnosis) – dem weltältesten und -größten Hypnotiseurverband zertifiziert. Stetige Fort- und Weiterbildungen sind für mich selbstverständlich und ermöglichen es mir und halten die von mir angewandten Methoden auf dem neuesten Stand.


Gütesiegel des Deutschen Instituts für Klinische Hypnose


Hypnosetherapie

Anwendungsgebiete


Hypnose ist sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern sehr gut einsetzbar. Die Anwendungsgebiete umfassen Raucherentwöhnung, Gewichtsreduktion, Ein- und Durchschlafstörungen, Ängste und Phobien, Zwänge sowie andere psychische Probleme oder auch zur Überwindung oder Linderung bei Verlust und Trauer. Zur effektiven Stressreduktion, zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte wird Hypnose ebenfalls eingesetzt.

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob ihr Anliegen mit Hypnose bearbeitet werden kann, sprechen Sie mich gerne an oder nutzen Sie das Kontaktformular.



Kontraindikationen


Kontraindikationen sind zum Beispiel Psychosen, Schizophrenie, Manisch-depressive Erkrankungen, ungeklärte medizinische Diagnosen, sehr niedriger Blutdruck oder regelmäßige Medikamenteneinnahme. Hier ist eine Therapie erst nach vorheriger Absprache mit Ihrem Arzt angeraten.

Weitere Informationen finden Sie in den FAQ.